BESCHREIBUNG DES MOSAME-PROJEKTES
Projektziele
Durch Forschung und Lehre/Ausbildung, grenzüberschreitendes Wissen zu entwickeln, stellt zu einem Zeitpunkt, zu dem neue Länder der EU beitreten und der „Grenzeffekt“ damit ansteigt, eine große Herausforderung dar.
Die Universitäten sind ganz besonders gefordert, wenn es um die Stärkung und Förderung des Wissens im alltäglichen Vollzug grenzüberschreitenden Erlebens geht. Mit ihrem Beitrag können sie das Image der Großregion im Herzen Europas verbessern helfen (siehe: Zukunftsvision 2020, 7. Gipfel, Saarbrücken, 30.7.2003).
MOSAME verfolgt das Ziel der Schaffung eines universitären Netzwerks in Lehre/Ausbildung und Forschung zum Thema Entwicklung des grenzüberschreitenden Raumes mit den betroffenen Akteuren aus den Bereichen Hochschule, Städtebau, Raumordnung und – umfassender gesagt – grenzübergreifender, verstetigter Raumentwicklung.
Interdisziplinäre und nationale Teams wirken in diesem Netz mit.
Bei MOSAME geht es darum, Praktiken zur Durchführung grenzübergreifender Raumentwicklungsprojekte - ausgehend von einem methodisch-thematischen Ansatz - zu erlernen. Gemeinsam soll dieses Netz aus Sachverstand, Erfahrungen und Expertenwissen entwickelt werden, um anwendungsbezogene Antworten in Ausbildung, Forschung und Projektbegleitung, aber auch in Praxisaustausch, Beobachtung und Analyse laufender Projekte und im gemeinsamen Entwickeln von Instrumenten, die für die Durchführung und Leitung dieser Projekte dienlich sind, vorzubereiten.
Zielgruppe des Projektes sind Lehrende/Ausbilder, Forscher, Berater, Entwickler, Projektleiter, Raum- oder Stadtplaner, die den Praxisaustausch suchen und Quellen-Information und Sachverstand gegenseitig nutzbar machen wollen, damit zielführendes Expertenwissen bei der Entwicklung des Raumes oder spezifischer Themenbereiche wie Gesundheit, Beschäftigung, Verkehr, Städtebau, Wirtschafts- oder Sozialentwicklung erleichtert wird.
Das Projekt soll die genannte Zielgruppe unterstützen beim Erlernen und Hervorbringen wissenschaftlicher Erkenntnisse und Know-How.
Es geht hierbei um das Sammeln von Erfahrungen und den Transfer ihrer methodischen Grundlagen.
Zudem soll die Zielgruppe befähigt werden, die Mobilität und Professionalisierung von Raumordnungs-Studierenden und -Fachleuten in spezifischen Ausbildungsgängen zu organisieren: Praktika in Grenzgebieten und die Wahrnehmung von Ausbildungsmodulen oder Forschungsseminaren zu grenzüberschreitenden Themen sollen hierbei Vorkenntnisse berücksichtigen und die eigene Ausbildung der Teilnehmer ergänzen.
Auf Sicht geht es um die Entwicklung eines Studiengangs gemäß des neuen europäischen Zertifizierungssystems zur Ausbildung und Qualifizierung von Fachleuten, die grenzübergreifende, interregionale, transnationale und – umfassender gesagt - multikulturelle Dimensionen in ihr Handeln integrieren.